Was sind die Ziele der NMS?

Die NMS verfolgt eine neue Gestaltung des gemeinsamen Lernens der 10- bis 14-Jährigen. Die Förderung unserer Schüler/innen und das Erreichen von eigenständigen Fertigkeiten in den einzelnen Lernbereichen ist

das Ziel des neuen Lernens. Im Vordergrund stehen die Potentiale und Talente der Schüler/innen, die entdeckt und gefördert werden sollen. Es wird gezielt auf die Stärken der Schüler/innen eingegangen.

 

Was ist neu?

Keine Leistungsgruppen mehr in den Hauptgegenständen

In den Hauptgegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik gibt es keine Leistungsgruppen mehr. Dies ist sicherlich die bedeutendste Veränderung. Die Schüler/innen werden in diesen Gegenständen von zwei Lehrer/innen unterrichtet (=Teamteaching).

 

Alle Schüler/innen sollen Zugang zu allen Wissensangeboten und Bildungsinhalten bekommen, die Lehrer/innen unterstützen die Schüler/innen beim möglichst selbstständigen Kompetenzerwerb. „Voneinander und miteinander

lernen“ wird in den Mittelpunkt gerückt. Damit verbunden sind auch neue Formen des Unterrichts, die weg vom Frontalunterricht und hin zum schülerzentrierten Lernen führen. Das Angebot an Lerninhalten ist für alle gleich. Es muss aber nicht jede Schülerin/jeder Schüler alles erreichen. Jeder erreicht Lernziele nach seinen Möglichkeiten. Die Schüler/innen erhalten genügend Zeit und Unterstützung, um die Lerninhalte im eigenen Lerntempo erfassen, verstehen und üben zu können. Begabtenförderung und Unterstützung in temporär gebildeten Gruppen wird ermöglicht.

 

Neuer Gegenstand „Werken“ für alle Schüler/innen

Es wird der neue Unterrichtsgegenstand „Werken“ für alle Schüler/innen eingeführt. Dieser beinhaltet Unterrichtsinhalte der derzeitigen Gegenstände „Textiles Werken“ und „Technisches Werken“. In den verschiedenen Unterrichtsabschnitten wird verschränkt an gemeinsamen Werkstücken gearbeitet.

 

„Ergänzende differenzierte Leistungsbeurteilung“

Zusätzlich zum Jahreszeugnis erfolgt eine „Ergänzende differenzierte Leistungsbeurteilung“ (=EdL). Dabei werden vor allem das Arbeitsverhalten, die Sozialkompetenzen und Stärken der Schüler/innen beschrieben. Diese Leistungsbeurteilung soll eine wertvolle Zusatzinformation für Eltern und Arbeitgeber darstellen.

 

„Kind-Eltern-Lehrer-Gespräch“

Zusätzlich zu zwei Elternsprechtagen gibt es ein sogenanntes „Kind-Eltern-Lehrer-Gespräch“ (=KEL-Gespräch). Die Schüler/innen präsentieren dabei in Anwesenheit ihrer Eltern und Lehrer ihre eigenen Lernfortschritte,

blicken in die Zukunft und treffen gemeinsame Vereinbarungen für künftige Lernziele.

 

Neue Form der Leistungsbeurteilung

Ab der 7. Schulstufe gibt es bei der Beurteilung eine Unterscheidung nach grundlegender und vertiefter Allgemeinbildung, wobei die vertiefte Allgemeinbildung durch eine höhere Komplexität der Bildungsinhalte

gekennzeichnet ist.

 

Komplexe Leistungen sind nicht schwieriger, sondern vielschichtiger. Sie regen die Schüler zu eigenständigen Denkprozessen an. Schülerleistungen werden nach Qualitätsstufen und Kriterien bewertet.

 

Eine Leistung in der vertieften Allgemeinbildung entspricht den Anforderungen der AHS-Unterstufe und berechtigt zum Besuch einer weiterführenden höheren Schule. Die Notenskala ist daher siebenteilig und beinhaltet anstatt der negativen vertieften Note das grundlegende Befriedigend und grundlegende Genügend, wenn die Mindestanforderung für vertieft nicht oder nur mit Hilfe erreicht wird.

 

Kultur der zweiten Chance

Durch das Messen der Lernfortschritte hat jede Schülerin/jeder Schüler die Möglichkeit sich selbst einzuschätzen und das Angebot einer zweiten Chance zu nützen.